Pastor Jörg Hartung - ein kurzes Porträt

Pastor Hartung wurde 1956 in Bad Oldesloe (Schleswig Holstein) geboren und ist mit einer jüngeren Schwester in Ahrensburg bei Hamburg aufgewachsen. Der Vater war Arzt, die Mutter Hausfrau. Er verlebte eine glückliche Kindheit, geborgen in einer intakten Familie. Die Eltern haben die Kinder im christlichen Glauben erzogen und gehörten der ev. luth. Kirche in Ahrensburg an. Schon von klein auf an zog es Jörg Hartung in die Kirche: Kindergottesdienst, Jungschar, Konfirmandenzeit, Jugendarbeit in der FeG. Nach dem Abitur arbeitet Jörg Hartung in einer Malerfirma, und begann dann das Studium der Theologie in Kiel und Hamburg.

 

In der Zeit heiratete Jörg Hartung seine Ehefrau Christiane. In der Studienzeit verdiente Jörg Hartung sich sein Lebensunterhalt durch Taxifahren, da die empfangene Vollwaisenrente zum Leben nicht ausreichte. Persönliche Schicksalsschläge, ausgelöst auch durch den Tod der Eltern ließen Jörg Hartung das Studium nach 4 Jahren abbrechen. Es bot sich ihm an, unternehmerisch tätig zu werden, und den Taxenbetrieb eines Kollegen zu übernehmen. So legte Jörg Hartung vor der Industrie und Handelskammer zu Lübeck eine kaufmännische Eignungsprüfung zum Führen eines Betriebes ab, und übernahm den Betrieb des Kollegen. Es folgten 10 Jahre erfolgreiche selbstständige Tätigkeit. Der Betrieb wurde vergrößert, und etliche Mitarbeiter eingestellt. Der Familie wurden in dieser Zeit 5 Kinder geboren. Christiane Hartung arbeitete im Betrieb mit, versah den Funkdienst und fuhr aushilfsweise Taxe mit.

 

Doch Gott ließ nicht locker. Die Berufung zum vollzeitigen Pastorendienst, die Pastor Hartung schon im Jugendalter bekam, stand noch. Und so führten verschiedene Umstände dazu, immer wieder über diese Berufung nachzudenken. 1990 sahen sich das Ehepaar Hartung von Gott geführt, der Berufung Gottes in den Pastorendienst zu folgen. So wurden 1991 Betrieb und Haus verkauft, und die große Familie zog um nach Lemgo, wo die theologische Ausbildung wieder aufgenommen wurde. Das 6. Kind wurde in dieser Zeit geboren, Christiane Hartung absolvierte in den 3 Jahren im „Ehefrauenkurs“ eine einjährige theologische Grundausbildung, und Jörg Hartung schloss sein Studium erfolgreich ab.

 

Seit 1994 steht Pastor Jörg Hartung im vollzeitigen Gemeindedienst. Zuerst in einer Dorfgemeinde in Baal, ein eigenständiger Stadtteil von Hückelhoven im Kreis Heinsberg. Die Gemeinde hatte zuletzt 150 Mitglieder und ein besonderer Schwerpunkt in dieser Arbeit war die Integration von Russlanddeutschen.

 

Der 2. Gemeindedienst führte Pastor Jörg Hartung nach Neuwied / Rhein. Dorthin wurde er berufen, um die große stagnierende Freikirche (Mennonitische Brüdergemeinde in der Ringstraße), die über 400 Gottesdienstbesucher hatte, neu zu entwickeln. So wurde in seiner Dienstzeit dort eine neue Gemeindevision entwickelt, umfangreiche Baumaßnahmen begonnen, viele neue Dienstbereiche geschaffen, regelmäßige Glaubenskurse durchgeführt und so die Grundlage geschaffen, die die Gemeinde nachhaltig zu neuem Wachstum führte.

 

2002 wurde Jörg Hartung von der FeG in Norddeutschland zum Pastor berufen, mit der Beauftragung, die Gemeinden in Hamburg - Bergedorf (von 2002-2013) sowie die neu gegründete und inzwischen eigenständige Bergedorfer Tochtergemeinde in Hamburg - Neuallermöhe (von 2002-2009) zu betreuen. 2003 schloss sich der FeG Bergedorf die kleine Gemeinde aus Dassendorf an, um die sich Pastor Hartung bis zur Einstellung dieser Arbeit im Jahr 2007, kümmerte. Die Gemeinden erlebte in dieser Zeit Aufbrüche und Wachstum. Legendär war die Bergedorfer "WOW" (walk on water) Arbeit. Monatlich trafen sich viele Jugendliche zu inspirierenden Gottesdiensten.  

 

Ehrenamtlich arbeitete Pastor Hartung seit dieser Zeit im Schulträger der Hamburger August - Hermann - Francke Schulen mit und war Mitinitiator in Bergedorf eine weitere Schulen zu gründen. 

 

2010  wurde Pastor Hartung gebeten, sich auch um die kleine FeG in Schwarzenbek (20 km östlich von Hamburg- Bergedorf) zu kümmern. Die Gemeindearbeit konnte dort neu organisiert werden, so dass ein Neuanfang möglich wurde, incl. der Start der diakonischen Arbeit eines Mutter-Kind- Hauses. Ein professionelles Team kümmert sich um diese Mütter, die aus unterschiedlichen Gründen Hilfe bei der Erziehung ihrer Kinder benötigen. Gott schenkte es, dass ein Grundstück hinter dem Gemeindehaus erworben werden konnten, so dass 2018 die Mutter - Kind Einrichtung in ein neu gebautes Haus einziehen konnten. 12 Mütter finden bei uns nun mit ihren Kindern ein neues, betreutes Zuhause.

 

Jeweils für 2 Jahre wurde Pastor Hartung neben der Arbeit in Schwarzenbek gebeten die kleine Gemeinde im Mölln (2013-2015) und in Hamburg Farmsen (2015-2018) mit zu betreuen.

 

Im Oktober 2017 musste Pastor Jörg Hartung sich eine Auszeit nehmen. Das Lebenstempo und die herausfordernden Gemeindedienste haben zu einer Erschöpfung  geführt. Der Wunsch von Pastor Hartung, nur noch an einer Stelle in Schwarzenbek, im Gemeindedienst und in der Mutter - Kind - Haus Arbeit zu stehen, wurde zum Sommer 2018 ermöglicht.  Seit Januar 2020 ist Pastor Hartung zu 50% verrentet, und kümmert sich weiterhin in einer 50% Stelle um die Gemeinde in Schwarzenbek. 

 

Christiane und Jörg Hartung verstehen ihre Berufung zum vollzeitigen Pastorendienst gemeinsam. Viele Jahre war Christiane Hartung nicht berufstätig. Sie war aus Überzeugung „Vollzeitmutter“ von 6 eigenen gemeinsamen Kindern und hat ihren Ehemann in vielen Gemeindediensten aktiv unterstützt. Erst 2002, als die ersten Kinder erwachsen waren, hat sie wieder angefangen als Krankenschwester in Teilzeit zu arbeiten. Der Gemeindedienst hat für das Ehepaar Hartung jedoch erste Priorität. Viele Dienste (u.a. Besuchsdienst, Seelsorge, Gottesdienstleitung) versehen sie gemeinsam. Christiane Hartung engagierte sich darüber hinaus in der Frauenarbeit. Auch alle Kinder und Schwiegerkinder des Ehepaars Hartung engagieren sich vollzeitig bzw. ehrenamtlich in der Kirchenarbeit.

 

Das Ziel der Arbeit von Pastor Hartung besteht darin, Menschen persönlich zu begleiten, und ihnen zu helfen, im Glauben an Gott durch Jesus Christus zum sinnerfüllten Leben gelangen zu können. Der pastorale Dienst ist dabei an der Bibel ausgerichtet. Von dort her lehrt, vermittelt und lebt Pastor Hartung ethische Werte. Zugleich ist es sein Anliegen, dass Menschen nicht nur zum lebendigen Glauben finden können, er ermutig dazu, selbst aus dem Glauben heraus ethisch relevant zu leben, so dass christliche Werte und christlicher Glauben weiter getragen werden. Der Schwerpunkt der Arbeit von Pastor Hartung ist es, über entsprechende Gottesdienste, in der Jüngerschaft, Schulungsarbeit, Hauskreisarbeit, Gemeinde zu entwickeln, Leiterschaft zu fördern, Mitarbeiter zu begleiten, Beziehungen zu leben, und im seelsorgerlichen und / oder sozialdiakonischen Engagement daran mitzuwirken, Menschen praktisch und geistlich zu fördern und zu begleiten.

 

In der Entwicklung der Gemeindearbeiten ist es Pastor Hartung wichtig, das Ehrenamt zu stärken. Er möchte Mitarbeiter gewinnen, die sich mit ihren Gaben und Möglichkeiten einsetzen, damit Kirche und Glaube einen neuen Stellenwert bekommen können. Hier ist ihm besonders das sozialdiakonische Engagement wichtig, das über die eigene Gemeindearbeit hinausgeht und das gemeinsamen Engagement der Christen vor Ort sucht und fördern möchte.

 

Kraft zum Pastorendienst bekommt Pastor Hartung immer wieder neu von Gott selbst, hier sind ihm seine Gebetszeiten wichtig und heilig. Rückhalt in allem gibt ihm seine Familie, die inzwischen auf 12 Kinder und Schwiegerkinder, sowie auf 8 Enkelkinder angewachsen ist. Ihre freie Zeit verbringen Ehepaar Hartung gern am Meer oder in der Natur, lesen, oder genießen einfach nur die Ruhe bei guter Musik.  Und wenn Pastor Hartung extra freie Zeit hat, kümmert er sich gern um sein besonderes Hobby, seinen Oldtimer.   

Bewegt von der Liebe Gottes möchte das Ehepaar Hartung im pastoralen Dienst diese selbst erfahrene Liebe weitergeben, an die Menschen, die Gott ihnen in den Weg stellt.

 

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